Throne of Secrets
Titel: Throne of Secrets
Autorin: Kerri Maniscalco
Verlag: Piper
Seitenanzahl: 640
Klappentext: Wie kann es jemand wagen, den Höllenfürsten Gluttony in einer Klatschkolumne der Faulheit zu bezichtigen, wo doch jeder weiß, dass er der Prinz der Völlerei ist?
Adriana Saint Lucent hat sich einen Feind gemacht! Als Plattform für seinen Gegenschlag kauft Gluttony eine rivalisierende Klatschspalte und gründet den privaten Club der Sündhaftigkeit, in dem nur zwei Regeln gelten: Masken sind obligatorisch, und niemand nennt seinen Namen. Während sich Adriana und Gluttony in den Zeitungen bekriegen, verschafft sie sich unerkannt Zugang zu Gluttonys Club – wo sie auf einen mysteriösen Fremden trifft, der all ihre verborgenen Sehnsüchte weckt.
Meinung: Nach dem großen Highlight von „Throne of the Fallen“ war ich sehr gespannt auf „Throne of Secrets“. Hier begleiten wir Prinz Gluttony, der eine Jahrelange Fehde mit der Reporterin Adriana Saint Lucent hat.
Durch den von mir geliebten Schreibstil von Kerri Maniscalco habe ich sofort wieder ins Geschehen gefunden. Ich liebe es, wie sie Orte und Personen beschreibt; die düstere Stimmung dieser Welt und die Charaktere, die alle sehr viel Tiefe besitzen. Neben Gefallenen Engeln, Dämonen, Vampire, Fae etc. kommen nun auch Eisdrachen hinzu, was ich unglaublich spannend fand. Die verschiedenen Wesen harmonieren meiner Meinung nach perfekt und passen gut in das düstere Setting der Hölle. Sosehr ich das Worldbuilding liebe, habe ich die magische Vielfalt in diesem Band leider jedoch etwas vermisst. Für mich hat sich das Ganze etwas zu sehr nach der Menschenwelt angehört, wenn nicht ausdrücklich gesagt wurde, dass es Dämonen und Eisdrachen gibt und sie in der Hölle leben, hätte die Handlung auch in der Menschenwelt spielen können – was ich schade finde, denn wie bereits erwähnt, liebe ich das Worldbuilding eigentlich sehr! Was mir gut gefallen hat, ist die Mischung aus historischem Setting und Fantasy. Der Banter zwischen Prinz Gluttony und seiner Rivalin Adriana ist hervorragend! Ich habe die Fehde und die kleinen Schlammschlachten zwischen den beiden absolut genossen! Auch den Spice fand ich gut beschrieben. Ich fand es sehr gut, dass man noch mehr über die Dynamik der Prinzen lernt, wie die Brüder, trotz ihrer Rivalität zwischen den Sündenhäusern zusammenhalten. Auch hier spielt der Feminismus wieder eine sehr große Rolle, ich liebe die starken Frauenbilder, die Kerri Maniscalco zeichnet und die wichtigen Themen, die sie anspricht. Ebenso liebe ich die Gesellschaftskritik, wie die Ungerechtigkeit gegenüber Armut. Es wird viel über Konsens gesprochen; ein Thema, das so unglaublich wichtig ist und viel zu selten in anderen Büchern aufgegriffen wird. Der Konsens ist stets vorhanden, was sehr gut ist.
So sehr ich Gluttony und Adriana auch geliebt habe, hat es mich später etwas gestört, dass die beiden nicht einfach mal offen miteinander kommuniziert haben. So hätten einige Missverständnisse verhindert werden können. Leider war das Ende etwas zu schnell und die extremen Gefühle für Adriana von Gluttony waren für mich etwas übertrieben. Mit Adriana hatte ich gerade zum Ende hin auch teils meine Probleme. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass sie einfach mit Gluttony redet, anstatt ihm ständig Vorwürfe zu machen, die sich als falsch herausstellen. Was ich auch sehr an Kerri Manisicalcos Büchern liebe, ist die Vielfalt und Diversität, mit der sie schreibt. Es war unglaublich schön von den queeren Beziehungen zu lesen, die in dem Buch erwähnt wurden! Ein wichtiges Thema, welches es meiner Meinung nach auch viel öfter in Büchern geben sollte.
Insgesamt habe ich das Buch wieder sehr geliebt. Die Idee der Eisdrachen und die Hintergründe ihrer Taten sind unglaublich spannend! Trotz meiner kleinen Kritikpunkte kann ich sagen, dass auch dieses Buch wieder ein Highlight ist!
4,5/5 ⭐️