Titel: The Witch in the Dead of Night

Autorin: Charlotte Buckley

Seitenanzahl: 496

Verlag: Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH

Klappentext: Finn Erramun verbirgt ein tödliches Geheimnis: Sie ist eine der letzten Hexen im Königreich von Valen. Als Vampirkönig Mordric ihre Magie entdeckt, tötet er sie nicht, sondern zwingt sie zu einem Pakt: Beherrscht Finn ihre Kräfte bis zur Sommersonnenwende, darf sie leben. Ausgerechnet Prinz Enhart soll sie ausbilden – charismatisch, gefährlich nah und der Letzte, in den sie sich verlieben dürfte. Doch als eine Mordserie Valen erschüttert, erkennt Finn, dass sie nicht zur Rettung des Reiches bestimmt ist. Sondern womöglich zu seinem Untergang.

Zwischen gefährlichen Machtspielen, verbotener Anziehung und uralten Verschwörungen muss Finn entscheiden, wem sie vertrauen kann – und wie weit sie für ihre Freiheit und ihre Liebe gehen will. In Valen sind es nämlich nicht nur Vampire, die nach Macht dürsten …

Meinung: Die Kombination von Hexen und Vampiren in einem Buch hat mich sofort
neugierig gemacht. Ich war daher schon sehr gespannt auf The Witch in the
Dead of Night. Mir gefällt Charlotte Buckleys Schreibstil sehr, sodass mich das
Buch sofort in seinen Bann gezogen hat. Die Autorin beschreibt Dinge sehr gut
und die Charaktere sind interessant gestaltet. Ein paar Probleme hatte ich
persönlich mit der Protagonistin Finn. Sie ist durchaus stark, aber leider an
einigen Stellen viel zu gutgläubig. Ich kann verstehen, dass sie es genießt,
gesehen zu werden. Es klingt daher für sie natürlich sehr gut, dass der
Vampirkönig ihr einen Platz in seinem Rat anbietet. Doch gerade hierbei hätte
ich mir etwas mehr Skepsis ihrerseits gewünscht. Warum sollte der König
ausgerechnet eine „einfache“ Dienstmagd in seinen Rat berufen wollen,
nachdem er sie nur ein einziges Mal gesehen hat? Für mich waren seine
wahren Intentionen relativ schnell klar. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Finn
die Situation viel mehr hinterfragt, dass sie mehr Skepsis gezeigt hätte, gerade
nachdem ihr schon einiges passiert ist. Die Lovestory zwischen den beiden habe
ich nicht gefühlt. Mir hat es sich nie erschlossen, woher die angeblichen
Gefühle zwischen den beiden auf einmal kamen. Die Entwicklung ging mir viel
zu schnell. Es war interessant zu sehen, wie Finn von einer Dienstmagd in den
Adel aufsteigt, aber auch hier hätte ich mir mehr Entwicklung gewünscht.
Gerade, da sie aus einfachen Verhältnissen kommt, eigentlich nie mit dem Adel
zu tun hatte, hat sie sich meiner Meinung nach etwas zu schnell an die
Situation gewöhnt – und eben nie etwas hinterfragt. Das Training mit ihr und
Prinz Enhart hat mir sehr gut gefallen! Der Bruder des Königs ist eindeutig mein
Favorit. Ich liebe seine Art und seinen interessanten Charakter. Hier habe ich
die Tension und Gefühle zwischen Finn und ihm viel mehr gefühlt. Der Aspekt
der Morde in der Stadt hat mir gut gefallen. Dies hat dem Buch viel Spannung
verliehen. Das Worldbuilding ist gut, allerdings wirkte es an einigen Stellen
noch etwas blass. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man in den nächsten
Bänden noch mehr über die Welt erfahren wird. Gerade das Ende macht sehr
neugierig auf den zweiten Band, auf den ich mich bereits freue. The Witch in
the Dead of Night ist ein düsteres Romantasy-Buch voller Tension, Spannung
und Anziehung. Wer Hexen, Vampire und andere Wesen genauso liebt wie ich,
ist hier genau richtig. Eine Empfehlung für die Herbsttage!

4/5 ⭐

Vielen Dank an Loomlight für das Rezensionsexemplar.